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Bebauungsplan 11-47a
Blatt 1

Bebauungsplan-Verfahren 11-47a

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes 11-47a umfasst die Versorgungsfläche des Kraftwerks Klingenberg und darüber hinaus umliegende angrenzende Bereiche, um die Planungen mit ihren möglichen Auswirkungen eng aufeinander abzustimmen und eine koordinierte städtebauliche Entwicklung sicherzustellen. Der Investor Vattenfall plante auf dem Gelände das bestehende Heizkraftwerk Klingenberg durch ein erdgas- und biomassebefeuertes Heizkraftwerk zu ersetzen. Wesentliches Anliegen des Bezirks war es, den neuen Kraftwerkstandort verträglich in die städtebauliche Struktur einzubinden und die Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und der Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit wurden der Bebauungsplan-Entwurf und die Planungen Vattenfalls modifiziert und den Anforderungen der Beteiligten angepasst.

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Bebauungsplan 11-47a
Blatt 2

Vattenfall beschränkt sich nun auf die Errichtung eines Gas- und Dampfheizkraftwerks (GuD) am Standort südlich des Stichkanals. Somit konzentrieren sich die baulichen Anlagen des geplanten Gas- und Dampfheizkraftwerk (GuD-HKW) auf die nördliche Hälfte der Versorgungsfläche.

Die zulässigen Bauhöhen steigen im Interesse der städtebaulichen Einordnung von Westen nach Osten, d.h. in Richtung der Bahnanlagen an, so dass die höchsten Gebäude einen möglichst großen Abstand zu den umgebenden Straßenräumen aufweisen. Weiter sollen anstatt eines 60 Meter hohen Kühlturms Zellenkühler mit einer maximalen Höhe von 25 Metern errichtet werden.

Gemeinsam mit dem Bezirk Lichtenberg hat das Energieunternehmen Vattenfall einen europaweiten Architektenwettbewerb zur Gestaltung der Gebäudehülle des geplanten Gas- und Dampfheizkraftwerks und der landschaftsarchitektonischen Gestaltung der Freiflächen durchgeführt. Aus zehn Arbeiten prämierte eine fünfköpfige Jury den Entwurf des Teams ORTNER & ORTNER Baukunst und Häfner Jimenez – Büro für Landschaftsarchitektur zum Sieger. Die Farbe Rot ist dabei wesentliches Element des neuen Ensembles und verbindet den Neubau mit der Geschichte der historischen Kraftwerksarchitektur. Ein transparenter Glaskubus wirkt beleuchtet als markantes Zeichen in der Stadtsilhouette.

Die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg hat am 25. August 2011 die Festsetzung des Bebauungsplanes 11-47a beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde Vattenfall mit Bescheid des Landesamts für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin vom 17. Juli 2012 die BImSchG-Genehmigung für die Errichtung des geplanten GuD-HKW erteilt. Von Seiten Vattenfalls wurde die Investitionsentscheidung jedoch erst einmal zurückgestellt.

Den festgesetzten Bebauungsplan finden Sie HIER und die entsprechende Begründung finden Sie HIER.